Inhalt

Editorial

Schwerpunkt

Maraike Vandergrift  /  Andrea Gawrich

Die Östliche Partnerschaft der EU im Schatten Russlands Eine Untersuchung des parlamentarischen Diskurses im Deutschen Bundestag

Obwohl die Europäische Union ihre Nachbarschaftspolitik – und damit auch ihre Politik der Östlichen Partnerschaft (ÖP) – in ihrer globalen Strategie 2016 zu einem der zentralen Bausteine der EU-Außenpolitik erklärt hat, bleibt der parlamentarische Diskurs über dieses Politikfeld im Deutschen Bundestag über Jahre hinweg eher schmal.

Manuel Becker

Wohin treibt die DDR-Erinnerung … heute? Eine Standortbestimmung in der gegenwärtigen bundesdeutschen Geschichtspolitik

»Der Osten« ist nach wie vor in aller Munde. Insbesondere die Wahlerfolge der AfD bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland im Herbst 2024 sowie bei der vergangenen Bundestagswahl haben zu einer intensiven wissenschaftlichen und medialen Debatte entlang der Stichworte »innere Einheit«, »Mauer in den Köpfen«, Strukturwandel, »AfD-Land« etc. geführt.

Karoline Staude

»Es gibt da Ecken, da willst du nicht tot überm Zaun hängen« Die (Re-)Produktion des »rechten Ostens« durch nachwendesozialisierte Ostdeutsche

Zahlreiche Studien belegen einen Anstieg extrem rechter Einstellungen in der gesamten Bundesrepublik sowie einen wachsenden Zuspruch zu rassistischen, nationalistischen und autoritären Positionen.1 Dennoch dominiert die Annahme, dass es vor allem Ostdeutschland ist, wo sich seit der Wiedervereinigung extrem rechte Einstellungen formiert hätten.

Perspektiven

Danny Schindler  /  Oliver Kannenberg

»Die Macht der höheren Autorität«? Zur Beteiligung der Parteibasis bei der Bildung von Regierungskoalitionen

»Was kann man eigentlich mehr tun, als die Mitglieder in dieser Sache zu befragen?« Mit diesen Worten reagierte der SPD-Parteivorsitzende Lars Klingbeil auf die scharfe Kritik der nordrhein-westfälischen Jusos am Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung.1 Aus Sicht der Parteienforschung ist Klingbeils Verweis auf die hohe demokratische Legitimität von Mitgliederentscheiden nicht von der Hand zu weisen.

Wilfried von Bredow

»Zwischen den Stühlen ist ein guter Beobachtungsposten« Ein Gespräch mit Wilfried von Bredow über die Veränderungen des Fachs Politikwissenschaft in den letzten sechzig Jahren

über die Veränderungen des Fachs Politikwissenschaft in den letzten sechzig Jahren Sie haben 1964 in Bonn mit dem Studium der Politikwissenschaft begonnen und waren von 1972 bis zu ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 2009 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg.