Sibirien – Russlands »Wilder Osten«? Zur Bedeutung der frontier in der neoimperialen russischen Geopolitik
Die Großregion Sibirien umfasst rund drei Viertel des russischen Staatsgebiets und übertrifft mit 13, Millionen Quadratkilometern flächenmäßig sogar das benachbarte China. Sie bildet seit der russischen Eroberung im 16. Jahrhundert das Kernstück des eurasischen Kontinentalimperiums und stellt zugleich eine kulturelle Brücke zwischen Europa einerseits und Ostasien (Mongolei, China, Japan, Korea) sowie dem Pazifik (Nordamerika) andererseits dar. Rekurrierend auf historische Zusammenhänge widmet sich der Beitrag der aktuellen geopolitischen Bedeutung Sibiriens – insbesondere vor dem Hintergrund
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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H.2-3-2025 | ©Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2025