Andrea Roedig

Dr. Andrea Roedig, geb. 1962, lebt seit 2007 als freie Publizistin in Wien. Sie promovierte im Fach Philosophie, war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin, später Geschäftsführerin der Grünen Akademie der Heinrich-Böll-Stiftung; von 2001 bis 2006 leitete sie in Berlin die Kulturredaktion der Wochenzeitung Freitag. Zahlreiche Publikationen im Bereich Gender, Alltagsreportage, Kulturessay.

Beiträge

  • INDES H. 1-2013

    Meister der Begriffsdrachen Die sprachlichen Untugenden der Geschlechterforschung

    Die wissenschaftliche Fachsprache ist zumeist ein Kondensat und eine Konzentration vorhergehender Debatten, bei denen man sich auf bestimmte Begriffsinhalte geeinigt hat. Somit wird aus Sprache selbst mit immer weiterer Konzentration ein Instrument, bestimmte Bedeutungen schon begrifflich zu unterstreichen oder zu unterdrücken. Der Distinktionshabitus vieler Wissenschaftsdisziplinen hat darüber allerdings eine Masse an Termini entstehen lassen, die der Klarheit sprachlicher Aussagekraft oft genug entgegensteht. Gerade auch die Gender Studies haben in dieser Hinsicht einen Fachjargon ausgeprägt, der es schwer macht, Außenstehenden das Nachvollziehen der Forschung zu ermöglichen. Und der darüber hinaus eine fachliche Entwicklung für die Aufnahme von Außeneinflüssen und die Weiterentwicklung zu lähmen droht.

    Schlagworte: Geschlechterforschung, Wissenssoziologie, Wissenschaftssprache

    INDES-Ausgabe »Krisen-Crashs-Depressionen«