INDES H. 4-2025
Die prekäre Potenzialität von Nischen
Paradoxien alternativer Gemeinschaften
Indem multiple Krisen der Gegenwart soziale Praktiken und Konventionen erodieren lassen, begründen sie den Bedarf gesellschaftlicher Veränderungen. Krisen werden gegenwärtig in der massenmedial hergestellten Öffentlichkeit zum Normalzustand, in dem hektisch nach der richtigen Zukunft des gesellschaftlichen Wandels gesucht wird. Besonders sind gegenwärtige Krisen, weil sie nicht nur latent, sondern wie ein »Visibilisierungsprogramm«[1] erscheinen.