Individualisierung – so lautete das Zauberwort der 1980er und 1990er Jahre. Seither hat die Aura dieses Begriffs ein wenig gelitten. Gewiss, der gesellschaftliche Trend der Individualisierung wird sich auch fürderhin fortsetzen, die angenehmen Seiten werden gern ausgelebt. Aber der Enthusiasmus darüber hat sich erkennbar abgeschwächt. Zu Beginn des Individualisierungsprozesses haben die meisten Menschen die Lösung aus den alten Bindungen – den kontrolldurchdrungenen Verkapselungen von Gemeinschaften, Milieus und Großkollektiven – noch rundum freudig begrüßt. Verständlicherweise. Denn die Entbindung aus den hermetischen Integrationskäfigen öffnete und erweiterte den Raum für eigenes Tun, für selbstbestimmte Biografien. Allerdings barg der jähe Zuwachs an Optionen und Freiheiten auch Lasten und mündete in Erschöpfung. Die aus den kollektiven Bettungen und tragenden Ligaturen entlassenen Einzelnen mussten sich in jedem Moment selbst entscheiden, besaßen dabei weder den Rückhalt noch die Orientierungsgewissheit der zurückgelassenen Solidargemeinschaften. Die Emanzipation erwies sich als anstrengend, als ständiger Druck.[1] Das ist oft beschrieben worden: Der fortwährende Zwang zur singularen Kreativität und die Last der eigenverantwortlich zu tragenden Irrtümer, Fehlentscheidungen, Schicksalsschläge führten etliche Menschen in die Depression oder, wie man heute präferierend attestiert, in das Burn-out.[2]

So entwickelt sich wieder, was als Anachronismus schon verabschiedet gewesen zu sein schien: das Bedürfnis nach Loyalitäten, Zugehörigkeiten, auch nach der Sicherheit einer stabilen Deutungs- und Sinnperspektive. Die Moderne hat zuletzt viel von solchen Traditionsstoffen aufgezehrt. Insofern lag es nahe, dass diese nunmehr knappen Ressourcen – um es im marktwirtschaftlichen Erklärungsduktus zu formulieren – erheblich stärker nachgefragt würden. Lässt man sich gar auf das Zyklenparadigma des amerikanischen Historikers Arthur M. Schlesinger ein, dann schwingt das Pendel kultureller Orientierungen alle dreißig bis vierzig Jahre zurück. Neue Generationen, heißt das, erkennen die Schattenseiten und Defizite bislang dominierender normativer Muster; und sie bilden dann neu-alte Einstellungen und Bedürfnisse aus. Auf Phasen des Individualismus folgen Passagen gemeinschaftssuchender Orientierungen. Kurzum und zusammen: Der dominierende Charakter im jeweiligen Zyklus produziert infolge rigider Einseitigkeiten regelmäßig Probleme und Defizite, auf welche die nachfolgende Ära ähnlich überschüssig, doch eben in die andere Richtung hin antwortet. Der neue Bedarf kann dann auch antipluralistische, da komplexitätsmindernde Angebote hervorbringen. Denn, so schon der Religionsphilosoph Ernst Troeltsch: »Die Sehnsucht nach dem Absoluten ist das Ergebnis eines Zeitalters des ›Relativismus‹[3]

Zwischenzeitlich hofften einige Vertreter aus Protestantismus oder Katholizismus, dass dies auch die klassischen Anbieter von Sinn, die christlichen Kirchen mithin, wieder zurück ins Spiel bringen mochte. Schließlich waren die vorangegangenen Jahrzehnte nicht einfach gewesen für die vielfach gebeutelten Katholischen und Evangelischen Amtskirchen in Deutschland. Seit den APO-Jahren hatten sie scharfen Gegenwind verspürt. Zu Beginn der Republik hatten sich die Kirchen noch in Sicherheit gewogen, ja im Aufstieg gewähnt.[4] Nach dem Zweiten Weltkrieg war zunächst optimistisch von einer Rechristianisierung der Gesellschaft die Rede gewesen; das deutsche Volk lebte nach der nicht-widerstandenen nationalsozialistischen Versuchung in Katharsis und suchte daher demütig den kirchlichen Raum auf. Mindestens die Katholische Kirche fühlte sich in der anschließenden Adenauer-Gesellschaft politisch so gut aufgehoben wie noch nie zuvor in der Moderne.

Doch auf dem Katholikentag in Essen erlebte auch der Katholizismus sein »1968«.[5] Es gab offenen Aufruhr, wütenden Protest, hämische Gegnerschaft gegen den Papst, vor allem gegen dessen Enzyklika »Humanae vitae«. Seither war die Deutungsmacht der Kirche in den Fragen der Lebensführung der Christen in Deutschland gebrochen. Die kirchlichen Mitglieder kündigten ihren Gehorsam gegenüber Pastoren, Bischöfen und dem »Heiligen Vater« in Rom auf, wenn es um das partnerschaftliche Zusammenleben, die Praktizierung von Sexualität, den Gebrauch empfängnisverhütender Mittel und dergleichen mehr ging. Etliche verließen die Kirchen, oft zornig und laut; nach 1967 waren es Jahr für Jahr regelmäßig mehr als 100.000 Menschen. Das »große Abschmelzen der Gemeinhausbeteiligung und der kontinuierlichen Gottesdienstteilnahme«[6] hatte begonnen.

Das war gewiss ein länderübergreifender Vorgang. Doch kaum irgendwo im westlichen, mittleren Europa wuchs die Distanz der Mehrheit der Bürger zum institutionalisierten Christentum so gewaltig an wie in Deutschland zu Zeiten von Brandt, Schmidt und Kohl; kaum irgendwo sonst schmolz das Vertrauen in die katholische Autorität so massiv ab wie hier während des letzten Drittels des 20. Jahrhunderts. Die neuen Bundesländer, die 1990 zur alten Bundesrepublik hinzukamen, waren – mit Ausnahme des thüringischen Eichsfeldes[7] – erst recht drastisch entkirchlicht; keine andere Region in Europa jedenfalls war dermaßen konfessionsfrei wie das Terrain zwischen Usedom und dem Vogtland.

Zwischen 1990 und 2010 kündigten dann rund 6,5 Millionen katholischer und evangelischer Christen ihre Kirchenmitgliedschaft auf[8] – was allein die Einwohnerzahl von Ländern wie Dänemark, Norwegen oder Finnland übertraf. Dagegen wuchs in den letzten Jahrzehnten die Zahl muslimischer Bewohner der Bundesrepublik auf gut vier Millionen, mit steigender Tendenz und überwiegend täglich bezeugter Glaubenspraxis. In zusätzliche Bedrängnis geriet der Katholizismus ab 2010, als die Missbrauchsfälle gegenüber Kindern in seinem Bereich ruchbar wurden und monatelang ein beherrschendes Thema in den Medien bildeten.[9]

Hier manifestierte sich überdies, wie Franz-Xaver Kaufmann bitter beklagte, die Unfähigkeit der Katholischen Kirche, »die eigenen pathogenen Strukturen und die Folgen ihrer klerikalen Vertuschungen zu erkennen, zu erörtern und daraus praktische Konsequenzen zu ziehen«[10]. Dahin war auch die alte politische Geborgenheit des Katholizismus früherer Jahre, da nun, in den Zeiten der Koalition Merkel-Gabriel, die klassischen Ressorts mit christdemokratischer Repräsentanz – Kanzleramt, Innen-, Verteidigungs- und Finanzministerium – in den Händen von Protestanten lagen.

Nur noch 18 Prozent der Katholiken unter dreißig Jahren ordneten sich dem Lager der mindestens mittelbar Kirchenverbundenen zu – bei einem Durchschnitt von immerhin noch 55 Prozent in der katholischen Gesamtbevölkerung. Unter den Fünfzig- bis Neunundfünfzigjährigen gibt es dreißig Prozent, denen die christliche Orientierung einer Partei wichtig ist, bei den 16- bis 25-Jährigen sind es hingegen weit unter zehn. Lediglich einem Viertel der Katholiken war ihre Kirche zu Beginn des Jahrzehnts noch eine vertrauenswürdige Einrichtung. Ohnehin ist gut jeder dritte Deutsche mittlerweile konfessionslos. Im europäischen Religionsvergleich lag Deutschland damit zum Ende des letzten Jahrzehnts ganz hinten. In Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt bezeichnen sich nicht einmal mehr fünf Prozent der repräsentativ befragten Bürger als »gottesgläubig«.[11] Und selbst zu Weihnachten zieht es nur ein Viertel der (hierzu repräsentativ befragten) Deutschen in den Gottesdienst.[12] »60 Prozent glauben nicht an ein ewiges Leben. Dagegen glaubt jeder vierte Deutsche, dass die Begegnung mit einer schwarzen Katze Unglück bringt. An Ufos glauben zwischen Flensburg und Oberammergau mehr Menschen als ans Jüngste Gericht. Willkommen in der Diaspora.«[13]

Indes: Die schlimmste Zeit konfrontativer Schärfen gegenüber den Kirchen scheint vorbei zu sein. Die Aggressionen ihrer Gegner sind abgeflaut. Militante Kirchenfeindschaft ist auch unter dissidentischen Intellektuellen kaum mehr anzutreffen. Eher ist es Gleichgültigkeit, worauf Priester und Laien seit Jahren stoßen – was eine missionarische Religion natürlich nicht minder beunruhigen dürfte. Immerhin: Diesseits der großen Städte haben die beiden christlichen Kirchen ihr jahrhundertealtes Monopol auf Riten und Rituale an den freudigen oder traurigen Wendepunkten des menschlichen Lebens zwar nicht erhalten, aber doch eine Marktführerschaft behaupten können. Wenn die westdeutschen Bundesbürger heiraten, ihre Kinder in die Welt setzen, ihre Angehörigen zu Grabe tragen, bedienen sich nach wie vor viele von ihnen des kulturellen Erfahrungsreichtums der amtskirchlichen Riten-Experten, zumindest einer als weiterhin selbstverständlich angesehenen überlieferten Konvention – auch wenn Rituale und Texte für die Inszenierung dieser Ereignisse immer weniger zum abrufbaren Repertoire ihrer Konsumenten gehören: »Bei Taufen murmeln, beim Glaubensbekenntnis tuscheln sie.«[14]

Erstaunlich ist, dass keine neuen Anbieter von Passageriten den traditionellen Kirchen veritabel Konkurrenz machen konnten. Zumindest war die »New-Age-Welle« der 1980er und frühen 1990er Jahre rasch wieder verebbt, ohne markante Spuren in den spirituellen Tiefenschichten der Republik hinterlassen zu haben. Der über zwei Jahrtausende akkumulierte Reichtum an Ritenprofessionalität des Christentums wog letztendlich schwerer als Esoterik und Okkultismus. Detlef Pollack vor allem hat oft darauf hingewiesen, dass die neuen, nichtkirchlichen Spiritualitäten keineswegs Gewinner der Krisen des institutionalisierten Christentums waren. Im Gegenteil: »Mit der Kirchendistanz sinkt auch die individuelle Spiritualität. […] Wenn die Kirchen an gesellschaftlicher Bedeutung verlieren, tut dies auch die Religion. Kirchlichkeit und Religiosität sind zwar nicht identisch, weisen aber einen hohen Korrelationsgrad auf.«[15]

Dem pflichtet auch Karl Gabriel bei: »Wo die kirchliche Religion geschwächt ist, findet auch die alternative Religiosität keigfnen Nährboden.«[16] Der inzwischen emeritierte Münchner Professor für systematische Theologie und Ethik, Friedrich W. Graf, betrachtet ebendies durch eine paradoxe Gegenentwicklung als besonders kritisch: »Nun werden die Kirchen selbst religiös immer pluraler. Viel Diffuses aus den modernen Therapiereligionen wandert in die kirchliche Alltagspraxis ein, und unter dem vielfältig changierenden Leitbegriff der ›Spiritualität‹ kann nun auch religiös Halbseidenes, von Steinheilung bis Meditationsmassage, in den Kirchen vermarktet werden.«[17]

Gleichwohl war die zähe Beständigkeit bei allen Schwundvorgängen des institutionalisierten Christentums beträchtlich. Immerhin besuchten auch zum Ende der 1990er Jahre noch mehr als 4,5 Millionen Gläubige Sonntag für Sonntag in verbindlicher Regelmäßigkeit den Gottesdienst. In den Fußballstadien und auf den deutschen Sportplätzen tummelten sich an den Wochenenden aktiv oder passiv keineswegs mehr Menschen – trotz der ungleich höheren Medienresonanz des Sports. Nicht schlecht im Ansehen, selbst bei bekennend säkularisierten Bürgern, stehen nach wie vor kirchliche Privatschulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen. In der Entwicklungsarbeit und bei Umweltkatastrophen genießen die Hilfswerke der beiden Großkirchen, etwa Caritas oder Misereor, trotz zwischenzeitlicher Skandalnachrichten über das Finanzgebaren eine bemerkenswert hohe Reputation. Gerade »auch diejenigen, die der Kirche distanziert gegenüberstehen, haben beachtliche Erwartungen an die Kirche. Bei ihnen ist vor allem die Erwartung, dass sich die Kirche für Alte, Kranke, Behinderte und Menschen in sozialen Notlagen einzusetzen habe, überproportional stark ausgeprägt.«[18]

Als Servicestationen für überlieferte rites de passage und soziale Dienstleistungen sind die Kirchen in der gesellschaftlichen Kultur also sichtbar und präsent. Aber das ist es dann auch schon. Vom missionarischen Impetus der Religion wollen die Bundesbürger mehrheitlich verschont bleiben. Seit nahezu einem halben Jahrhundert goutieren sie keine bischöflichen oder päpstlichen Belehrungen zur Lebensführung, Moral oder Sexualität mehr. Einen Wahrheitsanspruch der Kirchen lassen sie nicht gelten. Im Grunde erwarten die Bundesbürger mehrheitlich, dass die Kirchen sich nicht als Kirchen verhalten, dass das institutionelle Christentum sich seines genuin religiösen, also auch anstrengenden, zumutenden, provokativen, stacheligen, demonstrativ bekennenden und menschenfischenden Kerns entledigt, diesen jedenfalls nicht fordernd an die Öffentlichkeit richtet. Und mehr oder weniger stillschweigend haben sich die beiden christlichen Amtskirchen dieser Erwartungsmentalität der individualisierten, normativ indifferenten Gesellschaft im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts gebeugt, schließlich anverwandelt.

In einer gewissen Weise haben sich die Kirchen in die ihnen zugewiesene Rolle als soziale Dienstleister gefügt und damit abgefunden. Auch McKinsey und andere vergleichbare Firmen, die von den Kirchen nach dem Rückgang der Steuereinkünfte zum Zwecke der Effizienzsteigerung beauftragt worden waren, hatten ihnen zum Ausbau der Dienstleistungsorientierung an den »zahlenden Kunden« geraten. So entwickelte sich das institutionalisierte Christentum gleichsam zum ADAC für Passageriten und Altenpflege.[19] Die Mitgliedschaft in der Kirche ist wie eine Versicherungspolice. Wer sie erwirbt, hat sich ein Anrecht auf geistlichen Beistand bei der Taufe, der Eheschließung und der Bestattung, vielleicht sogar auf Heil und ein ewiges Leben nach dem irdischen Tod erkauft. In dem Maße, in dem sich die Kirchen auf die gleichsam zivilgesellschaftliche Funktion des lebenszyklischen Ritenbegleiters und sozialen Dienstleisters beschränkten, in dem Maße schlossen auch die aggressiven Kirchenkritiker von ehedem ihren durch Indifferenz charakterisierten Frieden mit den Repräsentanten des Christentums. Dadurch ging diesem aber einiges an Substanz als öffentlich bekennende und missionarisch aktive, sendungsbewusste Religionsgemeinschaft verloren. Die Kirchen durften zwar Strukturen für Mildtätigkeiten und Barmherzigkeiten errichten, aber als Stifter, Verbreiter und Deuter von Normen, Lebensstilen, Verhaltensweisen sollten sie partout nicht in Erscheinung treten.

In gewisser Weise ähneln die früheren Volkskirchen damit den vormaligen Volksparteien. Diese wie jene sind sich des eigenen Projekts und Zukunftsversprechens nicht mehr sicher, wirken infolgedessen im Alltag mutlos, verzagt, ängstlich, sprachlos, müde und ermattet. Sie können neue Anhänger nicht gewinnen, Zweifler nicht bekehren, Abtrünnige nicht halten, da sie erkennbar von sich selbst nicht mehr überzeugt sind. Kommen in der postindividualisierten Gesellschaft neue Heils- und Sinnbewegungen auf, dann können die selbstsäkularisierten Kirchen dieses erwachende Transzendenzbedürfnis weder nutzen noch gar prägen.[20] Dazu fehlen ihnen die frohe Botschaft und eine lebendige Vision vom gelobten Land; dafür mangelt es ihnen an kühnen Propheten, funkelnden Magiern und mitreißenden Charismatikern, sodass »hinter lauter Konferenzen, Kommissionen, Räten, Werken und Verbänden das Feuer des Glaubens kaum zu erkennen ist«[21].

Dabei konvenieren im Grunde zumindest im Katholizismus jahrhundertealte Fähigkeiten mit Attraktivitätsmustern der Medien- und Eventgesellschaft. Im Unterschied zum liturgisch, spirituell und kultisch eher spröden Protestantismus hat der Katholizismus seit jeher eine Sinnes-, Theater- und demonstrative Inszenierungsreligion geboten. Mit dem Papst an der Spitze konnte und kann er seine Botschaft zudem weltweit personalisieren.[22] Dieses Potenzial, Bilder zu produzieren, eine charismatische Aura herzustellen, Massen zu Wallfahrten zu mobilisieren, gebraucht der Katholizismus als robuste, global organisierte, erfahrungsreiche Institution in einigen Fällen durchaus – und die Medien sekundieren zuweilen gerne dabei. Um die Welt etwa gingen die Bilder des polnischen Pontifex Johannes Paul II., der die Gläubigen volkstümlich ansprach, huldvoll segnete, der zwar zunehmend an seiner fortschreitenden Krankheit litt, aber wie ein großer Märtyrer den Schmerzen trotzte, der noch und gerade im Sterben die katholischen Massen elektrisierte.

Selbst noch ein solch spröder Intellektueller wie Joseph Ratzinger konnte davon in der Nachfolge anfangs profitieren. Zu einem bilderprächtigen Spektakel geriet in seinem Pontifikat der Weltjugendtag in Köln Mitte August 2005.[23] Fast 10.000 Journalisten berichteten täglich. An der Abschlussmesse mit dem neuen Papst Benedikt XVI. nahmen eine Million Jugendliche aus allen Teilen der Welt teil. Sie veranstalteten zu Ehren des Papste La-Ola-Wellen und skandierten unaufhörlich den »Benedetto«-Ruf. Die Jugendzeitschrift Bravo offerierte XXL-Poster vom deutschen Papst; das Boulevardblatt Bild verteilte, wie gut erinnerlich, Buttons mit dem Slogan »Wir sind Papst«.

Seite ausdrucken Download als pdf

Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H.&1nbsp;-2017 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2017