Wolfgang Kraushaar

Porträt Wolfgang Kraushaar

Dr. Wolfgang Kraushaar, geb. 1948, promovierter Politikwissenschaftler, studierte an der Universität Frankfurt am Main Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik und ist seit 1987 Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung.

Beiträge

  • INDES H. 1-2015

    Das Ende der RAF

    Ein gescheitertes identitätspolitisches Projekt

    Die 1990er Jahre markierten auch den offiziellen Schlusspunkt des organisierten Linksterrorismus in der BRD. Mit einer „Abschiedserklärung“ verkündete die RAF im April 1998 via Nachrichtenagentur ihren eigenen Abritt. Wolfang Kraushaar schildert dieses Ende der Roten Armee Fraktion als Scheitern eines „identitätspolitischen Projekts“, zeichnet den vorangegangen Zersetzungsprozess nach und geht dem inneren Widersprüchen der Organisation, die nicht zuletzt aufgrund ihrer geradezu autistischen Selbstbezogenheit politisch unglaubwürdig und unwirksam geblieben war, auf den Grund.

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    Schlagworte: RAF, Terrorismus, Linksterrorismus, Aufarbeitung NS-Vergangengheit, „Stadtguerilla“, „Deutscher Herbst“, 1990er, Geschichte der BRD

    Cover INDES-Ausgabe ‚Die 1990er Jahre‘
  • INDES H. 3-2012

    Prügel, die prägen?

    Wie Gewalt bei Großveranstaltungen Biografien formt

    Am Beispiel dreier Großveranstaltungen analysiert Wolfgang Kraushaar die biografischen Folgen von Gewalterfahrungen auf »Großveranstaltungen« der Sechziger und Siebziger Jahre. Kraushaar zeichnet dabei die Geburtsstunden der Stadtguerilla ebenso nach wie die Geburtsstunde der Straßenmilitanz; aber er verweist auch auf das Ende der Sponti-Bewegung als Geburtsstunde der Realpolitik. Kraushaar fragt dabei nach den Schlüssen, Ambivalenzen und Kontingenzen jener längst mythisch überhöhten Großveranstaltungen und liefert hiermit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Dynamik von Gewalt und Massen in der Geschichte der Bundesrepublik.

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    Schlagworte: Großveranstaltungen, Protest, Zivilgesellschaft, Geschichte der BRD

    Cover INDES-Ausgabe ‚Im Bad der Menge‘