Jürgen Kocka war jahrzehntelang zusammen mit dem kürzlich verstorbenen Hans-Ulrich Wehler der Doyen der Bielefelder Schule. Im Interview lässt er die 1970er Jahre wieder lebendig werden, schildert die Ursachen der Gruppenbildung, das Selbstverständnis der beteiligten Wissenschaftler und nicht zuletzt auch, welche Rolle die Stadt Bielefeld und die dortige Universitätsneugründung dabei gespielt haben. Das Beispiel der Bielefelder ist dabei in vielem exemplarisch und mustergültig für Wissenschaftsschulen. Dies gilt nicht zuletzt für den Umstand, dass letztere aus der Ferne nicht selten sehr viel schärfere Konturen annehmen als aus der Nähe. So erfolgt etwa die Benennung einer Schule vielfach von außen, die damit Gemeinten empfinden sich selbst dagegen gar nicht so sehr als Angehörige einer solchen – auch darüber spricht Jürgen Kocka in dem Interview.

Das Interview führten Danny Michelsen und Matthias Micus.

Seite ausdrucken Beitrag bestellen

Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 3-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014