Dass Theodor Eschenburg 1938 an der „Arisierung“ einer Berliner Firma beteiligt gewesen sein soll und somit, wie Hannah Bethke in der vorangegangen Ausgabe der INDES schrieb, eine „Mitverantwortung für die Enteignung des damaligen jüdischen Firmeninhabers Wilhelm Fischbein“ trage, bezweifelt Hans-Joachim Lang in seiner Erwiderung auf Bethke. Lang wolle aufklären, nicht rehabilitieren und fokussiert sodann auf das Leben des jüdischen Unternehmers Wilhelm Fischbein, dessen Schicksal „als Hebel für die Abschaffung des Theodor-Eschenburg-Preises benutzt wurde“, ohne, wie Lang schreibt, „in vollem Umfang erörtert “ worden zu sein. Lang beleuchtet das Unrecht, das der Geschäftsmann Wilhelm Fischbein erfuhr, und gelangt zu dem Schluss: Theodor Eschenburg habe an der „Arisierung“ der Firma Runge & Co. „ebenso wenig Anteil wie am Fortgang und Ende der Lozalit AG“.

Zur Kontroverse um Theodor Eschenburg und die DVPW finden sich bei INDES auch die folgenden Beiträge:

INDES-Gespräch mit Jürgen Falter: „Die deutsche Politikwissenschaft ist geschichtsvergessen“ (H. 2-2014)

Susanne Eschenburg: Die halben Zitate der Toten (H. 2-2014)

Rainer Eisfeld: Kommentar zu Hans-Joachim Lang in INDES 1-2014 (H. 2-2014)

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014