Susanne Eschenburg nimmt in ihrem Beitrag Stellung zu den an ihren Vater Theodor Eschenburg gerichteten Vorwürfen, während des „Dritten Reiches “ entscheidend an Enteignungen jüdischer Unternehmen beteiligt gewesen zu sein. Vor allem kritisiert sie die Verwendung intellektueller Kronzeugen wie Hannah Arendt, Ralf Dahrendorf und Gottfried Benn gegen ihren Vater und wirft einen Blick auf die herangezogenen Versatzstücke, welche verdeutlichen sollen, dass gerade diese drei Eschenburg verurteilt hätten, wenn sie um sein Verhalten gewusst hätten. Susanne Eschenburg widerspricht dem klar und deutlich und legt dar, warum gerade aus den Biografien und Äußerungen dieser drei die Verpflichtung erwachse, vorsichtiger und historisch demütiger zu urteilen.

Dieser Text ist Teil der INDES-Kontroverse „Theodor Eschenburg und die deutsche Vergangenheit“; der zweite Teil stammt von Rainer Eisfeld.
Zur Kontroverse um Theodor Eschenburg und die DVPW finden sich bei INDES auch die folgenden Beiträge:

INDES-Gespräch mit Jürgen Falter: „Die deutsche Politikwissenschaft ist geschichtsvergessen“ (H. 2-2014)

Rainer Eisfeld: Kommentar zu Hans-Joachim Lang in INDES 1-2014 (H. 2-2014)

Hans-Joachim Lang: Die Enteignung Wilhelm Fischbeins – und was Theodor Eschenburg damit zu tun hat

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 2-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014