Hubertus Halbfas

Porträt Hubertus Halbfas

Prof. Dr. Hubertus Halbfas, geb. 1932, war Professor für Katholische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Reutlingen. Schon früh machte er auf die Diskrepanz zwischen dogmatischer Theologie und einer dazu in Spannung stehenden historischkritischen Bibelkenntnis aufmerksam. Sein Buch »Fundamentalkatechetik. Sprache und Erfahrung im Religionsunterricht« leitete 1968 die sogenannte »hermeneutische Wende« der Religionspädagogik mit ein. Er hat der katholischen und evangelischen Religionspädagogik eine entscheidende Neuausrichtung und vielfältige Impulse gegeben.

Beiträge

  • INDES H. 1-2017

    Die Verdrängung des historischen Jesus

    Ist die Katholische Kirche reformierbar?

    Hubertus Halbfas geht in seinem Beitrag der Frage nach, ob die Katholische Kirche reformierbar ist. Dabei kritisiert er die »Ausklammerung des historischen Jesus« im Apostolischen Glaubensbekenntnis. Eben deswegen würden sich seit Langem modernes Denken und Glaube voneinander entfernen – mit der Konsequenz eines zunehmenden Glaubensverlusts. In Halbfas’ Verständnis ist das, was Jesu Jünger Evangelium nannten, keine Lehre, sondern ein Lebensmodus, der nicht argumentativ bewiesen werden muss, weil er seine Überzeugungskraft aus sich selbst bezieht. In diesem Sinne sieht er die Kirchen vor die Aufgabe gestellt, ihre eigentliche Identität im Licht des jesuanischen Ursprungs und einer von dorther reflektierten Geschichte erst noch zu finden.

    Abstract ausklappen

    Abstract einklappen

    Schlagworte: Kirche, Religion

    Cover INDES-Ausgabe ‚Kirchen‘