Heinrich Detering

Porträt Heinrich Detering

Prof. Dr. Heinrich Detering ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen sowie Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er hat Bücher zur deutschen, skandinavischen und amerikanischen Literatur, auch Essays und Gedichte verfasst. Zuletzt erschienen von ihm: »Die Stimmen aus der Unterwelt. Bob Dylans Mysterienspiele« (C. H. Beck 2016) und »Die Öffentlichkeit der Literatur. Reden und Randnotizen« (Reclam 2016).

Beiträge

  • INDES H. 3-2016

    »Blumen in einer Wüste leer gewordener Konventionalität«

    Ein Gespräch mit Heinrich Detering über den Nonkonformismus in Gesellschaft und Literatur

    Literatur muss unbedingt nonkonformistisch sein, es gehört zu ihrem Wesen, sagt Heinrich Detering im Interview. Der Nonkonformismus löst Erstarrung und Beharrung auf, bewahrt vor dem Erstickungstod, wirkt gegen Automatisierungen. Dabei geht es nicht um den Einzelnen gegen die Vielen, sondern um die von einem einzelnen Autor, Interpreten oder Künstler ins Spiel gebrachte neue Wahrnehmungsweise gegenüber einer erstarrten alten. Was als Provokation beginnt, wirkt dann oft als Befreiung, sagt Detering – und verweist auf zahlreiche historische Beispiele aus der literarisch-künstlerischen Welt wie Goethe, Kafka, Elvis und Bob Dylan. Der deutschen Gegenwartsliteratur attestiert er eine erfreuliche Nonkonformität.

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    Cover INDES-Ausgabe ‚Nonkonformismus‘