Im Jahr 1997 nahm das Hydrofon-Netzwerk der U. S. Navy ein mysteriöses Geräusch auf, das seinen Ursprung irgendwo im Südostpazifik zu haben schien. Wissenschaftler der in den Vereinigten Staaten zuständigen Behörde, der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), begannen zu spekulieren: Handelte es sich bei dem Geräusch etwa um die Explosion eines Unterseebootes oder gar einen Bombentest? War es ein Experiment des Militärs, das die Regierung geheim halten wollte? Oder geschahen im Südpazifik Dinge, die bisher selbst dem amerikanischen Militär und der NOAA verborgen geblieben waren? Am ehesten vermuteten die Wissenschaftler zwar die Kollision eines Eisbergs mit dem Meeresboden; doch Dr. Christopher Fox von der NOAA wollte auf Nachfrage noch eine weitere Theorie nicht ganz ausschließen: Das Geräusch passe zu den Lauten eines sehr großen Tieres.[1] Jedoch war – und ist – kein Tier bekannt, groß genug, das »Bloop« genannte Geräusch zu erzeugen.

In den folgenden Jahren haben Hydrofone immer wieder unbekannte Laute aus den Tiefen des Pazifiks aufgenommen. Manche bekamen Namen, manche gute Erklärungen (meist Eisberge). Eines haben jedoch alle
gemeinsam: […]

Anmerkungen:

[1] Vgl. David Wolman, Calls from the Deep, in: New Scientist, Bd. 175 (2002), H. 2351, S. 6.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 4-2015 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2015