Als Barack Obama Anfang Juni 2014 verkündete, dass es gelungen sei, die Freilassung von Sergeant Bowe Bergdahl im Austausch gegen fünf in Guantanamo inhaftierte Al-Qaida-Kämpfer zu erreichen, dachte er zunächst, einen großen politischen Erfolg gelandet zu haben. Kurze Zeit später musste er allerdings realisieren, dass dem nicht so war. Im Gegenteil, es entbrannte eine heftige innenpolitische Debatte über den sicherheitspolitischen Preis der Freilassung. Schlimmer noch: Zweifel an Bergdahls Charakter, an seiner Loyalität zur US-Army und an den Umständen seiner Gefangennahme im Jahr 2009 wurden laut. Die argumentative Folie, vor der diese Diskussion um den homecoming hero von den konservativen Kräften vom Zaun gebrochen wurde, lieferte die US-amerikanische Serie Homeland […]

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 4-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014