Im Februar dieses Jahres widmeten sich zahlreiche Publikationen der Erfolgsgeschichte der von dem Online-Streaming-Dienst Netflix ausgestrahlten Serie House of Cards in China, parallel zu der weltweiten Online-Veröffentlichung der zweiten Staffel. Die Sendung erzählt die Geschichte von Frank Underwood, eines fiktiven Mehrheitsführers im US-Kongress, der sich seinen Weg bis zur Spitze des Washingtoner Politikbetriebes bahnt.
International wurde auf die Popularität der Serie in China mit einer ganzen Reihe von Emotionen und Interpretationen reagiert. Manche sahen darin die Leidenschaft der Chinesen zum Ausdruck kommen, mit der diese versuchen, möglichst viel über ihren großen ökonomischen Rivalen in Erfahrung zu bringen. Andere wiederum meinten die Neugier der Jugend auf Demokratie, wenn nicht gar ihre Akzeptanz und einen Indikator für den politischen Kurs zu erkennen, dem das Land in der Zukunft womöglich folgen werde.
So oder so dürften die Berichte über die Beliebtheit der Sendung im Reich der Mitte doch etwas übertrieben gewesen sein. […]

Seite ausdrucken Beitrag bestellen

Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 4-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014