Der Titel deutet schon an, dass das Thema nicht zu Ende zu führen ist: »Annäherungen« nannte Ernst Jünger sein Buch über Drogen und Rausch. 1970 erschienen (da war er 75 Jahre alt), bietet es ein Resümee seiner fortgesetzten Experimente und lebenslangen Beschäftigung mit Drogen aller Art. Er suchte die direkte Verbindung – und doch sind es eben nur Annäherungen geblieben, so wie sich zwei Asymptoten im Unendlichen immer weiter annähern, ohne sich jemals zu berühren.

»Annäherungen« ist eine Art Autobiografie, die den verschiedenen Substanzen – Bier, Wein, Äther, Haschisch, Opium, Kokain, Meskalin, LSD – folgt, als wären es die Drogen, die den natürlichen Lebenslauf bestimmen. Rauchen, Kauen, Trinken, Atmen, Schlucken verwandeln sich dabei in bewusstseinserweiternde Kulturtechniken. Nur ein Anwendungsbereich fehlt […]

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 3-2013 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2013