Die SPD müsse die Geschlechterquote abschaffen, um wieder attraktiv zu werden. Leider sei die Parteispitze für diesen Schritt jedoch zu »stur, beratungsresistent, realitätsblind und lebensfremd«, befindet Klaus Funken in der vorherigen Ausgabe dieser Zeitschrift. Die Quote ist für Funken ein archaisches Instrument aus den finsteren Zeiten, als die SPD-Gremien noch mit vereinzelten verlorenen Alibi-Frauen lavierten. Heute sei sie überflüssig, aus demokratietheoretischer, verfassungsrechtlicher und personalpolitischer Sicht sogar schädlich.

Bemerkenswert ist, dass er zugunsten von mehr Partizipation in politischen Parteien argumentiert – das Mittel der Quote aber für kontraproduktiv hält. Dabei ist deren erklärtes Ziel: Partizipation. […]

Im ersten Teil der INDES-Kontroverse hat Klaus Funken die These vertreten, dass die Frauenquote für die SPD ein gravierender Fehler gewesen sei.
In einem weiteren Beitrag zur Kontroverse verteidigt auch Inge Wettig-Danielmeier die Einführung der Frauenquote.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 3-2012| © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2012