Die 1980er Jahre brachten in Lateinamerika den Durchbruch der Demokratie: Zwischen dem Ende der 1970er Jahre und 1989 kehrten sämtliche berüchtigten Militärdiktaturen zu demokratischen Verfassungen zurück. Ganz im Gegensatz zur lateinamerikanischen Tradition des caudillismo haben in den meisten Ländern jedoch nicht einzelne charismatische Führungspersönlichkeiten für den Umschwung gesorgt, sondern die breiten Massen selbst, die immer mehr zu aktiven Protesten übergingen. Und noch eine Entwicklung steht symbolisch für das Jahrzehnt in Lateinamerika: Der Siegeszug des Neoliberalismus, der sich als wirtschaftspolitisches Dogma in vielen Ländern der Region mit Macht durchsetzte. Wie diese beiden Facetten der Entwicklung zusammenhängen und welche Folgen sie mitunter bis heute zeitigen, untersucht Norbert Ahrens.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014