Die Top-Meldung im Deutschlandradio vom 24. November 2008 lautete: »Stimmung in der deutschen Wirtschaft schlechter als erwartet«. Seit dem ungebremsten Ausbruch der Finanzkrise ist sie das absolute Spitzenthema: Titelseiten aller Medien »zeigten ins Bodenlose stürzende oder rollende Erdkugeln, stellten in dicken Lettern Fragen nach dem Ende des Kapitalismus und der Sicherheit der Spareinlagen der Verbraucher«.[1] Schon einen Monat vorher, so berichten die Organisatoren des MainzerMedienDisputs weiter, habe der Economist 18 Bücher über die Krise aufgeführt, von Robert Shillers »Subprime Solution« über Charles Ellis’ Geschichte von Goldman Sachs zu Niall Fergusons »Financial History of the World«. In Deutschland sorgte vor allem das Buch des Wormser Professors Max Otte »Der Crash kommt« für Furore. […]

Anmerkungen:

[1] Christian Meier u. Stefan Winterbauer, Die Finanzkrise und die Medien: Nagelprobe für den Wirtschafts- und Finanzjournalismus. MainzerMedien Disput, Mainz 2008, S. 5.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2013 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2013