Angstvoll, aber auch ein wenig fasziniert blicken wir auf die Urszenen der Krise, die sich zum Mythos verdichtet haben: die lange Depression von 1873 bis 1895 und vor allem natürlich die Great Depression, die 1929 mit dem legendären »Schwarzen Freitag« einsetzte und bis 1941 anhielt. Nicht von ungefähr ist die nur schwer heilbare Depression zur ihrer Metapher geworden. Sie gibt diesen Krisen das Gesicht von Niedergeschlagenheit und Apathie. In der Great Depression sind mit den Fotografien von Dorothea Lange oder mit John Steinbecks »Die Früchte des Zorns« Sinnbilder und ästhetische Ikonen entstanden, in denen sich diese Stimmung noch heute in ihrer ganzen Trostlosigkeit spiegelt.

Jede Krise generiert ihre eigenen Bilder und Metaphern. […]

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2013 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2013