Spirituelle Ökonomie? Das Geben in Freikirchen zwischen ökonomischem Nutzenversprechen, altruistischer Selbstaufgabe und kirchlichem Selbsterhalt
»Die Bibel ist voller Geben. Gott ist der Erfinder von Geben. [...] Weißt du, warum Gott das Geben erfunden hat? Damit wir aufblühen. Ich will es dir kurz erklären [...]. Irgendwann kommt [bei Kindern] die Meins-Phase. [...] wir starten auch als göttliche Kinder [...] was unser Geld [...] unser Gehalt angeht. [...] Ist das Gottes Ebenbild? Nein, Gott ist großzügig. [...] Diese Serie ist dazu da, dass wir ausbrechen können [...].«[1]
So beinnt die Sonntagspredigt, mit welcher der Münchner Campus-Pastor Tobias Teichen die neue Predigtserie der Freikirche »International Christian Fellowship« (ICF) zum Thema »Geben« einleitet. Mit ihr wurden einige Wochen lang bis zu 1.500 Gläubige über christliche Vorstellungen zum Wert der »Großzügigkeit« und der daraus erwachsenden Praxis des Gebens unterrichtet.
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[1] Tobias Teichen, Frieden trotz Finanzkrise, Youtube-Kanal des ICF München e.V., 08.01.2023, Min. 25:50-28:5, tinyurl.com/indes254q1.
Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H.4-2025 | ©Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2025