Tristan Stinnesbeck

Tristan Stinnesbeck, geb. 1995, ist Soziologe und promoviert zu Adornos Kritik der Pseudoaktivität an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wo er Lehraufträge übernimmt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kritische Theorie, linke Bewegungsgeschichte, Sozialpsychologische Subjekttheorie, sowie Theorien der Moderne und Spätmoderne.

Beiträge

  • INDES H. 4-2025

    Radikal nischig Linksradikale zwischen Auf- und Ausbruch am Rande der Gesellschaft

    Weite Teile der Gesellschaft assoziieren den Begriff »linksradikal« heutzutage unmittelbar mit Steine werfenden, Autos anzündenden Kriminellen. Diese Auffassung wird allerdings weder der Geschichte – auch nicht der jüngsten – noch der Bedeutung des Begriffs gerecht. Tatsächlich diente die Bezeichnung Linksradikalismus als Kofferwort für sehr verschiedene gesellschaftliche Phänomene. So verwendete etwa Lenin, heute quasi die Verkörperung des linken Radikalismus,[1] den Begriff als Schimpfwort gegen seine innerlinken politischen Gegner.[2]

    INDES-Ausgabe »Nischen«