Manja Dimitra Kotsas

Manja Dimitra Kotsas forscht seit 2020 im Bereich der Intersektionalitätsforschung mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem deutschen Antidiskriminierungsrecht. In ihren Arbeiten untersucht sie die Fähigkeit des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), intersektionale Diskriminierung zu erfassen, und diskutiert die Möglichkeiten postkategorialer Ansätze für eine Weiterentwicklung des Diskriminierungsschutzes. Sie arbeitet seit Oktober 2022 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Gender und Diversity Studies an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Ihre Dissertation widmet sich einer rechtssoziologischen Analyse des Reformbedarfs der deutschen Antidiskriminierungspraxis.

Beiträge

  • INDES H. 4-2025

    Rechtsnischen im Diskriminierungsschutz Wenn ein Land tut, was der Bund versäumt

    »Wenn wir anfangen, die Gesellschaft zu stark durch die Diskriminierungsbrille zu betrachten, gefährden wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt. (…) Bestimmte Diskriminierungen sollte man besser dem Privaten überlassen«[1], erklärte Sandra Kostner, Historikerin und Migrations­wissen­ schaftlerin, am 11. April 2025 in der Enquete-Kommission des Berliner Abgeordnetenhauses zu Antisemitismus, Rassismus und sozialem Zusammenhalt.

    INDES-Ausgabe »Nischen«