Kristina Spohr

Ist Professorin für Internationale Geschichte an der London School of Economics (LSE) und Senior Fellow am Henry A. Kissinger Center for Global Affairs an der SAIS-Johns Hopkins University in Washington D.C. Sie ist Autorin und Herausgeberin von zahlreichen Büchern. Auf Deutsch erschienen von ihr Helmut Schmidt – Der Weltkanzler (Theiss, 2016) und zuletzt Wendezeit – Die Neuordnung der Welt nach 1989 (DVA, 2019), welches mit dem Preis Das politikwissenschaftliche Buch 2020 der DGfP und SWuD ausgezeichnet wurde.

Beiträge

  • INDES H. 1-2-2022

    Eine historische Ausnahme Die Wendezeit 1989–1992 im Rückblick

    Am 17. Juni 2022, knapp vier Monate nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine, verkündete Präsident Vladimir Putin auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg, dass er für sein Land eine »führende Rolle bei der Gestaltung der globalen Machtverhältnisse« beanspruche. Während der Westen sich noch immer wie eine Kolonialmacht des vergangenen Jahrhunderts verhalte, sei Russland »mächtig« und »modern«; und es sei offensichtlich, dass die »Regeln« einer »neuen Weltordnung« von »starken und souveränen Staaten« festgelegt werden müssten. Bereits im Sommer 2019 hatte Putin die »liberale Ordnung« für »obsolet« erklärt und sein Außenminister, Sergei Lawrow, die Schaffung einer »post-westlichen Weltordnung« propagiert.

    Schlagworte: DDR, Wiedervereinigung, Kalter Krieg

    INDES-Ausgabe »Zeitenwende«