»[W]ir erleben hier die Geburtsstunde einer neuen Partei […]. Einer Partei, die aus der Mitte der Gesellschaft kommt«.[1] So klang es, als Bernd Lucke im April auf dem Gründungsparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) forsch umriss, was für eine neue Partei nun auf dem politischen Parkett zu tanzen beginnen würde. Eine Partei aus der Mitte der Gesellschaft. Im Grunde sollte man nicht allzu viel auf diese Ankündigung geben. Denn aus der Mitte der Gesellschaft kommen, das möchte jede Partei. Nicht nur fühlt sich der Großteil der deutschen Bevölkerung der Mitte zugehörig, sondern ist die Mitte immer auch verbunden mit dem Richtigen, assoziiert man mit ihr das, was als gut oder zumindest nicht unangenehm auffällig gilt.[2] […]

Anmerkungen:

[1] Zitiert aus der Rede von Bernd Lucke auf dem Gründungsparteitag der AfD am 14.04.2013 in Berlin, S. 1 u. 13, URL: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/wp-content/uploads/2013/04/Rede-Bernd-Lucke.pdf [eingesehen am 15.10. 2013].

[2] Vgl. insgesamt zur Begriffsbestimmung Herfried Münkler, Mitte und Maß. Der Kampf um die richtige Ordnung, Hamburg 2012.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 4-2013 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2013