Der Physiker Wilhelm Weber (1804–1891) und der Anatom Eduard Weber (1806–1871) wussten es mit der Naturwissenschaftlern eigenen Gewissheit: Beim Gehen »erhebt sich allmählich der Fuss hinten vom Boden, indem er sich um den Ballen und die Zehen dreht, und dabei wird der Winkel zwischen dem Fusse und dem Unterschenkel grösser, wodurch eine beträchtliche Verlängerung des Beins hervorgebracht wird, die also in der Streckung des Fussgelenks ihre Ursache hat. […] So wie bei einem auf den Boden fortrollenden Rade stets […] andere Puncte seines Ringes mit stets neuen Puncten des Bodens in Berührung kommen, so, dass es fortläuft, ohne dass eine Verschiebung oder ein Schleifen desselben am Boden statt zu finden braucht, eben so findet dieses mit der Sohle des Fusses beim Gehen statt. Die Abwicklung der Fusssohle besteht daher blos in einer succesiven Versetzung der Stelle des Stemmens gegen den Boden von der Ferse zur Spitze.«[1]

Wie also gehen wir Menschen, von der Naturwissenschaft her gesehen? Den Gebrüdern Weber zufolge […]

Anmerkungen:

[1] Wilhelm Weber u. Eduard Weber, Mechanik der menschlichen Gehwerkzeuge, Göttingen 1836, S. 8, S. 15–19, S. 22–28, S. 34.

Seite ausdrucken Beitrag bestellen

Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 3-2012| © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2012