Volkszählung im Jahr 2013. Salzgitter, Industriestandort und eine der flächengrößten Städte Niedersachsens, muss einen schweren Schlag hinnehmen: Die Einwohnerzahl ist unter 100.000 gefallen. Salzgitter drohen der Statusverlust als Großstadt sowie weitere politische, finanzielle und soziale Konsequenzen. Die Situation überraschte die Verantwortlichen jedoch nicht. Schon Jahre zuvor war dieses bedrohliche Szenario prognostiziert und veröffentlicht worden. Das Kommunalparlament sinnierte seitdem über Bedeutung und Ursachen des Einwohnerrückgangs1 und versuchte, strategisch zu handeln. Salzgitter schrumpft dennoch seit Jahren und städtische Konjunkturprogramme bleiben – auf den ersten Blick zumindest – ohne große Wirkung.

Städte, die beständig Einwohner verlieren, sind in Deutschland vielerorts anzutreffen. Ihnen gemein ist oft eine schlechte wirtschaftliche Situation. Dies ist im Fall Salzgitter jedoch nicht zutreffend. […]

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 2-2015 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2015