In dem reaktionären Klima der 1980er scheint der Feminismus unerwartet zu pausieren. Neben rationalen Karrierefrauen, ruhelosen Einzelkämpferinnen und Margaret Thatchers patriarchalem Führungsstil ist der revolutionäre Geist der vorangegangenen Jahrzehnte schier unauffindbar. Weitet sich der Blick jedoch über die Grenzen eben jener westlichen Welt hinaus, stehen die 1980er sehr wohl für bedeutende Momente des Feminismus. Gayatri Spivak, die Mutter des internationalen postkolonialen Feminismus, spricht lautstark über die Frau im Süden, die es selbst nicht kann. Miriam Nandi zeichnet in ihrem Essay Spivaks zentrale Überlegungen nach und verdeutlicht, wie viel die transnationale Genderforschung den globalen 1980ern verdankt.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014