Die Affäre um Salman Rushdies „Satanische Verse“ setzte 1989 in Großbritannien den Startpunkt einer neuen Auseinandersetzung mit dem multikulturellen Selbstverständnis des Vereinigten Königreiches. Zum ersten Mal traten die muslimischen Einwanderergruppen als nationale Protestbewegung auf den Plan und hier bot sich jungen britischen Muslimen auch die Gelegenheit, mit einer echten oder vermeintlichen Radikalisierung eine eigene muslimische Identität von der unpolitischen Ravekultur der 1980er Jahre abzugrenzen. Nicole Falkenhayner wirft einen Blick auf die Debatte um Rushdie und zeichnet anhand von Romanbeispielen die kulturelle Verarbeitung in Großbritanniens Einwanderergesellschaft nach.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014