Seit den Protesten gegen »Stuttgart 21« existiert mit dem »Wutbürger« vermeintlich eine ganz neue Spezies von Protestierenden. Wie so häufig bedurfte es keiner wissenschaftlichen Nachweise, um an die Existenz des »Wutbürgers« zu glauben und den Begriff zum Wort des Jahres zu küren. Nicht zuletzt liegt dies an der merkwürdig selbstverständlichen Namenswahl. Schließlich ist das logische Gegenteil des »Wutbürgers« doch nur sehr schwer vorstellbar: Wann wird man schon ernsthaft auf einen Spaß- oder Freudenbürger als Protestteilnehmer stoßen?

Natürlich müssen Protesteilnehmer wütend sein […]

Seite ausdrucken Beitrag bestellen

Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2012| © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2012