Ob Rockkonzerte, Sport- und Musikfestivals, Fußballgroßereignisse, Kirmes, Oktoberfest oder Karneval – bunt und über das ganze Jahr verteilt sind die Angebote für freudig-festliche Ausgelassenheit. Sie bieten einer großen Zahl von Teilnehmenden die Gelegenheit, Parallelwelten des Außergewöhnlichen zu betreten, sich kollektiv treiben und gehen zu lassen. Aufgeregt-heiter, laut und oft feucht-fröhlich ist vorübergehend kollektives Ausflippen möglich. Menschen tragen Vereinsfarben oder Kostüme, bemalen ihre Gesichter, schwingen Fähnchen, suchen den Kontakt, die Nähe, die Umarmung mit Unbekannten. Sie haken einander unter, wiegen sich im Takt, singen, schwingen die Arme in die Höhe oder reißen staunend und lachend Augen und Münder auf. Was macht diese vielfach besuchten Erlebnisangebote so attraktiv?

Feste und Events befriedigen das Bedürfnis nach Selbstgenuss und rauschhafter Übersteigerung. […]

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 3-2012| © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2012