Es war eine effektvolle Inszenierung. Per Knopfdruck, über eine Telegrafenverbindung mit New York verbunden, knipste Präsident Woodrow Wilson am 24. April 1913 die über 80.000 Glühbirnen des gerade fertiggestellten Woolworth Building persönlich an.1 In zeitgenössischen Presseberichten hieß es, mit der Anzahl an Leuchtkörpern hätte auch die vierzig Kilometer lange Uferlinie Manhattans illuminiert werden können. Aber die weiß glasierte, mit Goldverzierung veredelte Terrakottaverkleidung der Fassade bot einen viel eindrucksvolleren Hintergrund, um das elektrische Zeitalter zu zelebrieren.

Schließlich war das Woolworth-Gebäude ein Bau der Superlative. Zur Zeit seiner Entstehung repräsentierte es nicht nur die fortschrittlichsten Leistungen in der Architektur, sondern […]

Für Johann Kiesewetter (1913–1985)

Seite ausdrucken