Frank Decker

Prof. Dr. Frank Decker, geb. 1964, hat seit 2001 einen Lehrstuhl für Politische Wissenschaft am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit 2011 ist er außerdem Wissenschaftlicher Leiter der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP). Seine neuesten Buchveröffentlichungen sind »Der Irrweg der Volksgesetzgebung« (Bonn 2016) und »Parteiendemokratie im Wandel« (Baden-Baden 2016).

Beiträge

  • INDES H. S-2016

    Volksgesetzgebung im parlamentarischen System Ein Beitrag zum Problem institutioneller Ungleichzeitigkeit

    Warum denken wir in Deutschland bei direkter Demokratie eigentlich vorzugsweise an „Volksgesetzgebung“? Frank Decker geht dieser Frage nach und sieht die Antwort in der historisch gleichzeitigen, jedoch institutionell ungleichzeitigen Durchsetzung einer parlamentarischen Demokratie und weitreichender unmittelbarer Volksrechte im Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik am Ende des Ersten Weltkrieges gegeben. Ein zentrales Problem der Debatte um die direkte Demokratie in Deutschland liegt für ihn darin, dass es den Protagonisten in Abhängigkeit zu dem damals eingeschlagenen Entwicklungspfad an der Bereitschaft mangelt, die Unhaltbarkeit des mit der Volksgesetzgebung gegebenen Demokratieversprechens im Rahmen der parlamentarischen Regierungsform offen zuzugeben.

    Schlagworte: Demokratie, Direktdemokratie, Parlamentarismus

    INDES-Ausgabe »Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen«