Elmar Wiesendahl

Prof. Dr. Elmar Wiesendahl, geb. 1945, lehrte Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr München. Seit 2010 ist er Geschäftsführer der Agentur für politische Strategie (APOS) in Hamburg. Er hat diverse Bücher über Theorie und Empirie politischer Parteien geschrieben.

Beiträge

  • INDES H. 4-2018

    Von den Volksparteien zu den Catch-all parties Otto Kirchheimer revisited

    Elmar Wiesendahl unterzieht in seinem Text das Volksparteien-Konzept Otto Kirchheimers einer kritischen Revision. Dabei vertritt er die These, dass Volksparteien in ihrer Blütezeit keineswegs wurzellose und profilarme Catch-all parties gewesen seien. Vielmehr hätten sie erst in jüngerer Zeit ihr von Kirchheimer vorhergesagtes Eigenschaftsprofil ausgebildet – und damit ihren aktuellen Niedergang beschleunigt. Seine Analyse schließt Wiesendahl mit der Aufforderung an die Parteienforschung, sich der Frage anzunehmen, ob und inwieweit ein neues Parteienzeitalter mit einem neuen dominanten und d.h. post-volksparteilichen Parteientypus angebrochen sei.

    Schlagworte: Parteienforschung, Volksparteien, Parteiensystem

    INDES-Ausgabe »Heimat«
  • INDES H. S-2016

    Parteien und die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen Wie Parteien dem Wandel unterliegen

    In der Parteienforschung wird im Kontext von party change zumeist von einer linearen Entwicklung ausgegangen. Elmar Wiesendahl erläutert, wie sich die »Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen« gewinnbringend für die Politikwissenschaft einsetzen lässt, um den Wandel von Parteien zu erklären. Denn Neues löse Altes nicht einfach ab, vielmehr bestünde beides gleichzeitig fort. Zudem illustriert der Autor die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen in gegenwärtigen Parteien anhand der Parallelität von Mitglieder- und Berufspolitikerpartei.

    Schlagworte: Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, Politikwissenschaft, Theorie, Parteienforschung

    INDES-Ausgabe »Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen«