Ab den 1960er Jahren haben Quentin Skinner, J. G. A. Pocock und John Dunn mit ihren kontextualistischen Forschungsansätzen und dem von ihnen befeuerten Linguistic Turn die bis dato noch immer einflussreiche klassisch-kanonische Great Books-Tradition der politischen Ideengeschichte nachhaltig erschüttert und in neue Bahnen gelenkt. In seinem Beitrag über die „Cambridge School“ fragt Martin Baesler nach dem Verständnis politischen Handelns und Urteilens, das dem methodologischen Programm dieser Schule zugrunde liegt. Baesler vertritt die These, dass vor allem Dunns „skeptischer“ Politikbegriff und dessen Überlegungen zum Begriff der „Klugheit“ handlungsorientierende Impulse für ein realistisches Verständnis gegenwärtiger politischer Prozesse bieten können.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 3-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014