Es ist wieder Bundestagswahlkampf in Deutschland und daher ist zu erwarten, dass sich journalistische Analysen und Beiträge häufen, die sich mit den Beziehungen der Spitzenpolitiker untereinander beschäftigen und mögliche Freundschaften und Feindschaften ausloten. Der Subtext derartiger Beiträge wiederholt sich dabei in der Regel: Zwar ist die Politik in vielerlei Hinsicht nicht ohne persönliche Beziehungen und informelle Netzwerke denkbar, aber »wahre Freundschaften« gibt es im Feld der Macht nicht, allenfalls Seilschaften und Vetternwirtschaft!

Augenscheinlich interessiert das Publikum in der Phase der Wahlvorbereitung die Bühne, die sich hinter den Programmgesichtern und Wahlplakaten verbirgt; vermutlich in der leisen Hoffnung, dort […]

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 3-2013 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2013