Im August 1914, kurz vor der Marneschlacht, suchte der Anthroposoph Rudolf Steiner den Führer der deutschen Armee, Helmuth von Moltke, auf. Das geheime Treffen gab viele Rätsel auf, über seine Wirkung ist viel spekuliert worden – scheiterte doch kurze Zeit später der Feldzug unter der Ägide Moltkes, dem fortan ein großer Anteil an der späteren Weltkriegsniederlage angelastet wurde. Wolfgang Martynkewicz enträtselt den ominösen Kontakt, schildert die unkonventionelle Beziehung zwischen Militär und Anthroposophen und zeigt, welche Rolle der General im esoterischen Gedankengebäude Steiners spielte.

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Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2014 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2014